Im Folgenden finden Sie Berichte über abgehaltene Colloquien.
Colloquium 2010: Islam - Säkularismus - Religionsrecht
Colloqium 2010
Seit Gründung der Bundesrepublik ist die religiöse Zusammensetzung der Gesellschaft heterogener und konfliktiver geworden. Zugenommen hat die Gruppe der Religionslosen, von denen einige aktiv für einen weltanschaulichen Säkularismus eintreten, und die der Muslime unterschiedlichen Bekenntnisses. Die Konflikte kulminieren in der Frage: Wie kann und sollte das staatliche Religionsrecht auf die Herausforderungen reagieren? In zwei Veranstaltungen diskutierten Experten aus unterschiedlichen Disziplinen und mit unterschiedlicher religiöser Überzeugung die aktuelle Situation und zukünftige Optionen.
In insgesamt drei Veranstaltungen hat das Lindenthal-Institut sich im Jahr 2009 unter dem Titel "Appell des Humanen" Möglichkeiten einer Neuakzentuierung und kritischen Rehabilitierung eines Naturrechtsdenkens thematisiert. Denn gerade auf Grund der zum Teil festgefahrenen Positionen des Diskurses um die (Neu-)Begründung von Menschenwürde und Menschenrechten zwischen Naturalismus, Postmetaphysik, kulturellem Relativismus und religiös-theologischen Prämissen erscheint eine vernünftige und kulturübergreifende Konsensgrundlage gefordert.
Werte sind, so die heutige Auffassung, subjektiv und unterliegen folglich der Relativität der Meinungen. Je aufgeklärter und toleranter eine Gesellschaft, desto unschärfer demnach ihre Grundwerte. Ob demgegenüber folglich unbedingte Überzeugungen eine Gefahr für die Demokratie darstellen, war die zentrale Frage beim interdisziplinären Colloquium 2008 „Wahrheit – Pluralismus – Relativismus“ des Lindenthal-Instituts in Köln. Mehr Pluralismus wurde gefordert, der Relativismus kritisiert.
Colloquium 2007: Ethik im Dienst der Unternehmensführung
Colloqium 2007
Über den Erfolg eines Unternehmens entscheidet die Kompetenz seiner Mitarbeiter, nicht nur die fachliche, sondern auch die ethische. Letztere in den Mittelpunkt einer unternehmensethischen Betrachtung zu stellen war das verbindende der ansonsten sehr heterogenen Themen beim Internationalen Colloquium des Lindenthal-Instituts am 12. Mai 2007 in Köln.